Benjamin Jäger geschrieben von  Aug 20, 2017

Die Schöne und das Biest

Es ist zurzeit ein Trend die alten Disneyklassiker als Realverfilmung wieder aufleben zu lassen. Nach „Maleficient”, „Das Dschungelbuch” und natürlich „Die Schöne und das Biest”, sollen noch weitere Filme folgen. Im Gespräch sind unteranderem „Der König der Löwen“ und „Winnie Pooh“. Zwar kommen die Filme meistens nicht ganz an die alten Klassiker und deren speziellen Charm an, bieten aber dennoch unterhaltsames Kinoerlebnis.

Inhalt: Die Geschichte von „Das Schöne und das Biest“ wurde mittlerweile ein duzendfach erzählt und ist den meisten sicherlich bekannt. Es geht um die wunderschöne und intelligente Belle. Gemeinsam mit Ihrem Vater, der als Uhrmacher arbeitet und Spieluhren repariert, lebt sie in einem kleinen französischen Dorf. Doch nicht unweit von ihnen lebt ein Prinz, der nach dem Tod seiner Mutter, mit seinem Vater der ihm ein schlechtes Vorbild war, aufgewachsen ist. Seine große Leidenschaft waren glamouröse Feste mit den schönsten Frauen, doch am meisten liebte er sich selbst. Als eines Tages bei einem seiner Feste eine alte Frau vor dem Sturm Zuflucht in seinem Schloss sucht und ihm hierfür eine rote Rose zum Geschenk machen möchte, will er sie wieder fortschicken. Da verwandelt sich die alte Frau in eine junge, schöne Zauberin, den Prinzen jedoch in ein haariges und gehörntes Biest und sie belegt das Schloss und alle darin befindlichen Menschen mit einem Fluch. Die Diener und Gäste verwandeln sich zum Mobiliar und zu anderen Einrichtungsgegenständen des Schlosses. Erst wenn es dem Prinzen gelingt, in seiner Gestalt die Liebe einer Frau zu gewinnen, die auch er liebt, soll der Fluch aufgehoben sein. Doch dafür hat er nur solange Zeit, bis eine rote Rose ihr letztes Blatt verliert, wenn ihm das nicht gelingt, soll er bis zum Ende seiner Tage ein Biest bleiben. Mit den Jahren hat er die Hoffnung längst aufgegeben und wohnt verbittert und einsam in seinem eins so prachtvollem Schloss. Die Bewohner in der Stadt haben den Ort längst vergessen und auch Belle gelangt nur durch einen unschönen Zufall in diese Gegend. Als Ihr Vater eine Spieluhr an einen Kunden ausliefern wollte, verfährt er sich und findet sich in einem verzauberten Wald wieder, in dem es mitten im Juni schneit. Seine Kutsche wird von Wölfen angegriffen und nachdem er mit Müh und Not entkommen konnte, sucht er Zuflucht in einem Schloss. Bis er merkt das dieser Ort kein gewöhnlicher ist. Nur eine Rose wollte er noch aus dem Rosengarten für seine Tochter mitnehmen, dabei wird er von dem Biest gestellt und in einen Kerker gesperrt. Das Pferd lief allein zurück in die Stadt und Belle wusste das etwas nicht stimmt. Sie lässt sich von dem Schimmel zum Schloss bringen und versucht ihren Vater zu befreien, doch das Biest will ihn nicht freigeben und beschuldigt ihn ein Dieb zu sein. Um ihren Vater zu befreien nimmt sie seinem Platz als Gefangener ein. Trotz ihrer Ängste freundet sie sich mit dem verzauberten Personal des Schlosses an und lernt das Biest hinter seiner Fassade kennen. Sie erkennt, dass es ein gutes Herz besitzt und erfährt von der Verwünschung…

Kritik: Realverfilmungen von Klassikern sind nicht immer ganz einfach. Oft werden Fans deshalb enttäuscht, dass ist bei „Die Schöne und das Biest“ glücklicherweise nicht der Fall. Der Film wurde sehr schön inszeniert und lässt garantiert nicht nur Kinderaugen strahlen. Der Film behält die Seele des Klassikers, zwar würde ich mich immer noch für das Zeichentrick-Original aus den 90er entscheiden, aber der Film bietet eine gute Alternative oder auch Ergänzung an, denn zum Glück muss man sich ja nicht für eine Version entscheiden. Die Sets und Kostüme sind im Film eine Augenweide. Im Film wird viel gesungen, glücklicherweise wurden hier auch die Songs auf Deutsch aufgenommen, so dass man, wenn man nicht so gut Englisch kann, keine nervenden Untertitel lesen muss. Die Story wurde natürlich nicht neu erfunden, trotzdem kommt es zu Abweichungen gegenüber des Originals. Es wird hier mehr auf die Vorgeschichte der beiden Familien eingegangen und sich auch mehr Zeit gelassen um die Liebesgeschichte zu erzählen. Gegenüber der Zeichentrick-Version wirkt das Biest mächtiger und stärker. Insgesamt ist der Film auch actionreicher wie das Original. Dadurch kommt die anfänglich düstere Stimmung sehr gelungen rüber, ist aber trotzdem nicht zu düster für die kleinen Zuschauer. Der Film überzeugt in allen Belangen und geht als Musical, Märchen, sowie Unterhaltungsfilm durch. Langeweile kommt hier zu keinem Zeitpunkt auf und punktet natürlich auch durch die exzellente Besetzung. Emma Watson als Belle liefert einen brillanten Job ab, aber auch die restlichen Darsteller wirken sehr passend gewählt.

Fazit: Der Film kommt ganz nah an den Originalen heran! Der Film sieht brillant aus, die Schauspieler machen einen grandiosen Job und die Story wurde gekonnt in einigen Details erweitert. Disney Fans sollten sich diesen Film auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Weitere Informationen

  • VÖ Homevideo:: Donnerstag, 10 August 2017
  • Regiesseur:: Bill Condon
  • Darsteller:: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Kevin Kline, Josh Gad
  • Sprache:: Italienisch, Deutsch, Englisch, Türkisch
  • FSK:: 6
  • Spieldauer: 125
  • Studio: Walt Disney
  • VÖ-Kino: Donnerstag, 16 März 2017

Filme

Bewertung: 86% - 1 votes

Absolut sehenswert!

Der Film kommt ganz nah an den Originalen heran! Der Film sieht brillant aus, die Schauspieler machen einen grandiosen Job und die Story wurde gekonnt in einigen Details erweitert. Disney Fans sollten sich diesen Film auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Die Schöne und das Biest

Book rating: 86 out of 100 with 1 ratings
Benjamin Jäger

Ist nach schlaflosen Wochen nachts spielen um Jahre gealtert, obwohl er gar nicht Geburtstag hatte.

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